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Gepostet by on Jun 10, 2014 in Projekt | Keine Kommentare

Familiengeschichte erlebbar machen

Familiengeschichte erlebbar machen

Familienforschung ist ein tolles und spannendes Hobby. Leider gibt es speziell bei diesem Hobby das Problem, dass viele Menschen erst im Alter mit der Forschung beginnen. Auch sind unsere Kinder und Jugendlichen kaum eingebunden, oder bekommen wenig Anreize, sich mit dem Thema Genealogie zu beschäftigen.

Mit diesem Portal möchten wir ein umfassendes Informationsportal für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Bereich der Genealogie schaffen. Wir möchten eine Anlaufstelle für Informationen, Hinweise, Präsentationen und auch ganzen Unterrichtsinhalten sein. Sie soll allen Interessierten ermöglichen, sich gut auf das Thema vorzubereiten und auf wichtige Aspekte hinweisen.

 

Im Rahmen der Ideenwerkstat (27.-28.04.2013, Göttingen) der DAGV (Deutsche Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände e. V.)  gab es bereits eine erste Initiative vom Pommerschen Greif e.V. zum Thema „Junge Genealogen„.

Zur Fragestellung:

Familienforschung boomt, auch in Deutschland. Kommerzielle Anbieter haben das längst erkannt und bieten moderne, speziell junge Leute ansprechende Webseiten und einen extrem einfachen Einstieg an. Die LDS hat einen eigenen Bereich für Jugendliche . Viele der kommerziellen Anbieter sind in den sozialen Netzwerken vertreten. In den USA (Google suche kids genalogy) ist man schon viel weiter, die Familienforschung wird auch spielerisch genommen und man bastelt, sammelt und entwirft scrapbooks. (Bsp. Pinterest)

Es ist schon erschreckend, wenn im Spiegel in einem Artikel aus 2007 das Angebot der Computergenealogen als Ahnenforschung 1.0 und das der Familiencommunities im Netz als Genealogie 2.0 bezeichnet wird. (Von denen die meisten allerdings gescheitert sind )

Bei den Vereinen in Deutschland hingegen gibt es kein Angebot speziell für junge Leute, manche Vereine haben einen veralteten oder gar nicht vorhandenen Internetauftritt, nur eine Handvoll Vereine sind in den sozialen Netzwerken vertreten, das Durchschnittsalter in den genealogischen Vereinen liegt meist bei 60+, (Die Zahlenbeispiele stammen aus dem Pommerschen Greif, vermutlich ist das bei anderen Vereinen nicht anders ) 0,2 % aller Mitglieder sind jünger als 30 Jahre und das Durchschnittsalter bei Eintritt in den Verein liegt um die 55 Jahre) Dabei wären junge Leute mit ihren Computerkenntnissen und ihrem unbekümmerten Umgang mit Technik (digital natives) auch für die älteren Mitglieder ein Gewinn. Wie kann man das Interesse der Jugend in Richtung Vereine lenken? 

Quelle: http://www.dagv.org/pdf/Junge_Genealogen.pdf

Etwa ein halbes Jahr nach der Ideenwerkstatt gab es einen Aufsatz von Freya Rosan in den DAGV News die das Thema erneut aufgegriffen hat.

Hier noch ein Auszug aus Freyas Aufsatz aus der DAGV News 03/2013

Familienforschung von und mit Kindern und Jugendlichen – eine Aufgabe für Familie, Schule und Vereine

von Freya Rosan

So sieht es aus!

Wer kennt das nicht? Ob nun im Archiv, vor den Lesegeräten bei der Sichtung verfilmter Kirchenbücher oder in den genealogischen Vereinen selbst- man trifft als Familienforscher fast ausschließlich auf „ältere Herrschaften“. Ungewöhnlich? Wohl nicht! Der Verein für pommersche Familien- und Ortsgeschichte, der Pommersche Greif e. V., hat festgestellt, dass das Durchschnittsalter bei den genealogischen Vereinen bei über sechzig Jahren liegt und dass nur 0,2 % aller Mitglieder jünger als dreißig Jahre alt sind. Wo die Ursachen zu suchen sind, darüber kann man nur spekulieren. Aber dass es wichtig ist, dass Kindern und Jugendlichen die Genealogie näher gebracht wird und dass Vereine der Überalterung entgegenwirken müssen, steht außer Frage.

Und obwohl Familienforschung boomt, gibt es in Deutschland und seinen Vereinen kein spezielles Angebot für junge Leute. Der Pommersche Greif e. V. schreibt: „Manche Vereine haben einen veralteten oder gar nicht vorhandenen Internetauftritt, nur eine Handvoll Vereine sind in den sozialen Netzwerken vertreten… Dabei wären junge Leute mit ihren Computerkenntnissen und ihrem unbekümmerten Umgang mit der Technik (digital natives) auch für die älteren Mitglieder ein Gewinn.“

Was kann man also tun, das Interesse für die Familienforschung nachhaltig zu wecken?

Wenn ich an mich denke oder wenn man passionierte Familienforscher fragt, wie sie an die Familienforschung „geraten“ sind, berichten viele, dass die Impulse meist in der Kindheit gegeben wurden. Oft waren es die Großeltern, die vom Leben früher und den Menschen und der Zeit, in der sie lebten, anschaulich erzählten. Einige tauchten durch spannenden Geschichtsunterricht in eine ferne und unbekannte Welt ein. Bei mir bewirkten Elternhaus und Schule, dass ich mir damals viele Aufzeichnungen machte – ein reicher Fundus, der mir sehr half, als mich nach vielen Jahren Berufstätigkeit und Familienleben wie so viele das Familienforscherfieber packte. Was kann man also tun, das Interesse für die Familienforschung bei Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu wecken?

Quelle: http://www.dagv.org/pdf/DAGV-News_03_2013.pdf

Leider hatte sich bis heute keine Aktion im Rahmen der DAGV abgezeichnet. In Abstimmung mit den Beteiligten der ersten Stunde, Margret Ott, Rainer Jacob & David Krüger, haben Freya Rosan und ich (Timo Kracke) nun einen ersten Schritt gewagt.

Wir freuen euch, dass Portal der FamilienforscherFamiliengeschichte erlebbar machen vorzustellen und hoffen, dass ihr interessante Inhalte finden werdet und wir gemeinsam unsere Nachkommen für die Genealogie begeistern können.

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