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Gepostet by on Apr 27, 2018 in Allgemein, Veranstaltungen, Vereine | Keine Kommentare

Gastbeitrag: Prototyp „Kinderbelustigung im Archiv“, Lena Jänsch

Gastbeitrag: Prototyp „Kinderbelustigung im Archiv“, Lena Jänsch

 

Mein Name ist Lena Jänsch und ich bin seit August 2016 Auszubildende im Beruf Fachangestellte für Medien und Informationsdienste im Staatsarchiv Bremen.

Obwohl meine Ausbildung meist weniger mit der Betreuung von Kindern zu tun hat, bekamen wir im Zuge unseres Berufsschulunterrichts den Auftrag, ein Projekt für den Tag der Archive im Staatsarchiv Bremen auf die Beine zu stellen.

Eine Beschäftigung für die Kinder der Archivbesucher sollte es sein.

Unsere erste Idee, einfach eine Hüpfburg ins Atrium des Staatsarchivs zu stellen, konnte leider nicht überzeugen.

Aber nach einigen intensiven Brainstorming-Sitzungen hatten wir ein Repertoire an Vorschlägen, das auch den pädagogisch wertvollen Aspekt der ganzen Sache betonte.

Die erste Frage war zunächst, welche Location in den Räumlichkeiten unseres ehrwürdigen Archivs geeignet wäre, um eine Horde Kinder zu beherbergen.

Da die Zeit knapp wurde und wir nicht allzu viele Optionen hatten, fiel die Wahl auf die Garderobe.

Der eher sterile Raum wurde dann kurzum mit Luftballons, Buntstiften, mit Pappe präparierten Tischen (falls mal was daneben geht), einer Mini-Tischgruppe, die uns ein Kindergarten in der Umgebung geliehen hatte, Reproduktionen von alten bunten Postkarten, Bildern aus unserem Sammlungsbestand und dem Schriftzug „Kids“ in Ballonform über der Tür ausgestattet.

Als Hauptattraktion könnte man unsere, „Knete dein eigenes Stadtsiegel“-Station bezeichnen.

Zusammen mit unserer Buchbinderin habe ich zwei Wochen vor dem Tag der Archive Negative von einigen der Bremer Stadtsiegel in Silikon gegossen, damit die Kinder mit der Spezial-Knetmasse „Fimo-Air“  ihr Wunschsiegel nachgestalten konnten.

Da Fimo-Air für Mikrowellen geeignet ist, konnten wir die fertiggekneteten Siegel direkt in unserer hauseigenen Mikrowelle erhitzen, um sie zu härten – damit auf dem Weg nach Hause auch nichts in die Brüche geht. Wahlweise konnten die Kleinen sich dann noch ein Lederbändchen um die Siegel binden und diese als Kette tragen.

Ebenfalls gut angekommen ist unsere Sütterlin Schreibübung.

Ein Sütterlin Alphabet mit einigen Übungssätzen darunter diente als Einstieg.

Für das authentischere Gefühl beim Schreiben gab es dann noch Kugelschreiber mit Feder und marmoriertes Papier für den „Vintage-Effekt“.

Da wir aus unserem Sammlungsbestand einige Reproduktionen alter Postkarten als Deko aufgehängt hatten, kamen wir auf die Idee, auf alt gemachte Blanko-Postkarten mit alter Briefmarke für die Kinder zuzuschneiden. So hatten sie die Möglichkeit mit der gerade erlernten Schrift eigene Postkarten an Oma, Opa etc. zu schreiben.

Natürlich hatten wir auch jede Menge Ausmalbilder mit bremischem Bezug gestaltet, die ebenfalls gerne genutzt wurden.

Jedes Kind bekam zudem ein Namensschild mit der Überschrift „Nachwuchsarchivar“ und bei Teilnahme an einem kurzen Ausflug in unser Magazin mit anschließendem Quizz konnte man eine auf marmoriertem Papier gedruckte Urkunde mitnehmen, die bezeugte, dass man nun vollständig ausgebildeter Nachwuchsarchivar ist.

Von den Reaktionen der Kinder ausgehend kann ich guten Gewissens sagen, dass sie tatsächlich „belustigt“ wurden und ich denke beim nächsten Tag der Archive werden wir wieder auf diese Aktivitäten zurückgreifen und sie vielleicht noch um einiges verbessern oder erweitern.

Lena Jänsch
(alle Bilder im Beitrag mit Erlaubnis von Lena Jänsch)

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