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Vereine

 

Die meisten Vereine kennen das Problem der Überalterung, nicht nur die Familienforscher! In Gesprächen wird oft beklagt, dass die Jugendarbeit kläglich vernachlässigt wird und Initiativen in diese Richtung oft auf Widerstand stoßen. So könnte der DAGV als Dachverband an die regionalen Vereine mit diesem Anliegen herantreten, denn es ist wohl unstrittig, wie wichtig es ist, auch junge Leute für die Genealogie zu begeistern. Sicher ist doch wohl, dass eine bunte Mischung von Jung und Alt allen Vereinen wichtige Impulse in jede Richtung gibt. Der Pommersche Greif e. V. fordert mit dem Schlagwort „Begeisterung durch Gleichaltrige“ junge Leute in den Vereinen als Ansprechpartner zu etablieren, „dem die Anfänger Löcher in den Bauch fragen können, ohne sich beispielsweise durch dumme Fragen zu blamieren.“ Gleichzeitig wird die Einrichtung einer „eigenen Webseite mit jungem Design“ gefordert und die Gründung eines Blogs oder einer Gruppe. Ein Anfang wäre schon gemacht, wenn die Webseiten der Vereine auch eine eigene gut gemachte Seite für Kinder und Jugendliche hätten. Hier ist Deutschland im Vergleich zu Ländern wie USA, Canada, Großbritannien ein Entwicklungsland.


 

Hier ist noch mal eine Auflistung möglicher Maßnahmen:

  • Benennung von Jugendbeauftragten im Vorstand
  • Benennung von Ansprechpartnern für Kinder und Jugendliche
  • Spezielle Internetauftritte für junge Menschen
  • Spezielle Mailinglisten oder Blogs
  • Lexika zum Mitmachen entwickeln wie z.B. von GenWiki
  • Nutzung von Netzwerken durch Bildung von Gruppen z.B. bei twitter, facebook, google+…
  • Entwicklung und Bereitstellung von Material für Kinder und Jugendliche
  • Entwicklung und Bereitstellung von Material für Menschen, die mit ihnen arbeiten
  • Durchführung von Seminaren, Kursen und Workshops für Kinder und Jugendliche in der Region z.B. als Ferienangebot
  • Durchführung von Arbeitsgemeinschaften und Projekten in Kindergärten und Schulen
  • Ausschreibung eines regionalen oder bundesweiten Wettbewerbs für Schulen
  • „Werbung“ durch Pressemitteilungen und Artikel in TV, Zeitungen

 

Praxis-Beispiele

Gehen Sie mit Ihrem Verein dorthin, wo die junge Generation sich gerne aufhält – erwarten Sie nicht nur, dass man auf Sie zugeht! Seien Sie der gesuchte Ansprechpartner vor Ort, zum lockeren Gespräch bereit oder bieten Sie eine Ideensammlung zur Integration in den Schulunterricht an.

Soziale Netzwerke

Eine eigene Seite in einem sozialen Netzwerk, wie Facebook, Google+, Twitter oder Instagram und Pinterist ist schnell gemacht und erfordert neben der eigentlichen Webseite keinen großen Mehraufwand.

Teilen Sie dort Ihre aktuellen Inhalte, Bilder von Publikationen, Bilder von Treffen, Stamm- und Ahnentafeln und so weiter. Heutzutage ist es für viele junge Menschen normal, im Strom der Massen über die Dinge informiert zu werden für die man sich interessiert. Und Sie werden sehen, wie schnell man mit Likes, Shares, Retweets, Faves usw. umzugehen lernt.

Seien Sie da, wo die Jugendlichen heute schon sind!

Lokaler Stammtisch

Auch wenn viele Jugendliche heute meist mit dem Smartphone vor dem Gesicht angetroffen werden, sind sie für die Genealogie offen und ebenso an einem persönlichen Austausch interessiert – mit Forschern, denen sie Löcher in den Bauch fragen können.

Veranstalten Sie lokale Stammtische – oder erweitern Sie diese zum Beispiel auf Themen wie „Kennenlernen“ und „Fragen junger Genealogen“. Eine entsprechende Werbung für die Veranstaltung in Schulen und/oder Schülerzeitungen treffen die gewünschte Zielgruppe.

Ansprechpartner für Kindergärten und Schulen sein

Oftmals fehlt es interessierten Erziehern und Lehrern an einem Partner an der Seite. Das Thema Familienforschung ist sehr interessant, aber auch betreuungsintensiv. Es gibt eine Scheu davor, bei heutigen Patchwork- oder Einwandererfamilien ein Familienforschungs-Projekt durchzuführen.

Seien Sie der Partner vor Ort – bieten Sie Hilfe und Teamarbeit im Unterricht an, um Interessierten eine erste Hürde zu nehmen und das Thema zu begleiten.

Genealogen-Koffer

Nach der Leitidee des Museumskoffers könnten Vereine aus ihrem eigenen Archiv einen Genealogen-Koffer erstellen. Der Genealogen-Koffer kann somit ein erster Baustein zur Zusammenarbeit mit Kindergärten für den Verein sein.

Idee des Museumskoffers: http://www.museumskoffer.de/leitidee-konzepte.html

Ein Genealogen-Koffer könnte zum Beispiel vorhandene Ahnentafeln, alte Landkarten oder spannende Literatur zum Thema Namenkunde enthalten. Hier fallen Ihnen sicherlich einige Ideen beim Rundgang durch das vereinseigene Archiv ein.

Reduzierte Beiträge für junge Mitglieder

Junge Genealogen sind vielleicht noch nicht berufstätig und können sich einen Mitgliedsbeitrag nicht leisten. Eine Option, diese bereits früh für einen Verein zu interessieren, sind reduzierte Beiträge für junge Mitglieder, z. B. bis 25 Jahre. Man kann sogar weiter reduzieren, wenn andere Familienmitglieder ebenfalls im Verein Mitglied sind.

Wenn sie auf der Suche nach einem Genealogie-Verein sind, finden sie hier eine gute Übersicht: http://wiki-de.genealogy.net/Portal:Vereine